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01.09.2004 Portfolio International / September 2004

TRENDFOLGER MIT SYSTEM

 

Die Kursverluste an den Aktienmärkten haben Anleger skeptisch gestimmt, und kaum jemand investiert derzeit in Aktienfonds. Dabei gibt es viel versprechende Alternativen, die ein geringeres Risiko als herkömmliche Aktienfonds aufweisen, meint Delfine Gebauer.

...Fondsmanager, die ihr Portfolio anhand von Trendfolgemodellen steuern, können bereits auf eine längere Historie zurückblicken. Grundsätzlich können zwei Gruppen von Trendfolgern unterschieden werden. Während die erste Gruppe die Investitionsquote in den Fonds steuert, verfolgt die zweite Gruppe einen Bottom-Up-Ansatz. Beispielhaft für die erste Gruppe steht der von der Vermögensverwaltung Grohmann & Weinrauter gemanagte Warburg Daxtrend. Er setzt eine auf dem systematischen Trendfolgemodell basierende Strategie durch die Steuerung der Investitionsquote um. Dem Fondsmanagement verbleibt lediglich etwas Spielraum in der Auswahl und Gewichtung der einzelnen Dax-Titel. Um schnell und flexibel agieren zu können, werden bei Verkaufssignalen Futures eingesetzt. Diese so genannten Airbag-Fonds sollen dem Anleger Timing-Entscheidungen abnehmen. Der Anleger soll in einem möglichst hohen Maße an langfristigen Aufwärtsbewegungen der Märkte teilhaben (hoher Investitionsgrad) und an langfristigen Abwärtsbewegungen möglichst wenig partizipieren (niedriger Investitionsgrad)...

...Festzuhalten bleibt, dass diese sehr flexiblen, benchmarkfernen Fonds über mehrere Börsenzyklen hinweg eine hohe Chance haben, eine nachhaltige Outperformance sowohl gegenüber ihren Indizes als auch gegenüber ihrer Peergroup zu generieren. Der Anleger sollte jedoch etwas Geduld mitbringen, um nicht selbst einem Fehlsignal zu unterliegen: diese Fonds zum falschen Zeitpunkt aus dem Portfolio zu werfen.