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28.10.2009 5 Jahre WARBURG-EURO-RENTEN-TREND-FONDS

„Rein in Staatsanleihen!“

Der fünfte Jahrestag der ersten Fondspreisfeststellung unseres W-ER-T FONDS ist eine willkommene Gelegenheit um der Frage nachzugehen, ob es für Anleger heute noch sinnvoll ist in einen Rentenfonds zu investieren, dessen Anlageuniversum aus deutschen Staatsanleihen besteht.

 

Es ist noch nicht lange her, da textete eine der führenden deutschen Zeitungen in ihrem Finanzteil plakativ: „Raus aus Staatsanleihen!“ Die Argumente waren scheinbar offensichtlich und schnell bei der Hand: niedrige Renditen, sowie die Gefahr steigender Zinsen und damit fallender Kurse.

Nun ist eine These, die offensichtlich erscheint, an den Börsen nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Was aber können dann wohlbedachte Gründe sein, um doch in Staatsanleihen zu investieren?

Ein hoher Realzins

Zunächst einmal ist die nominelle Höhe der Renditen noch nicht das entscheidende Kriterium, ob der Ertrag tatsächlich niedrig oder hoch ist. Entscheidend ist der reale Zins, also die Differenz zwischen dem Zinsniveau und der Inflationsrate. Ein hoher Zins allein nützt nichts, wenn die Inflationsraten über den Kaufkraftverlust den Ertrag aufzehren. Und aktuell ist dieser reale Ertrag hoch.

Die Alternativen sind nicht mehr attraktiv genug verzinst

Die aufgrund der Schockwellen des vergangenen Jahres aufgeblähten deutlich höheren Erträge der (im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen) schlechten Schuldner wurden mittlerweile abgebaut. Aktuell rechtfertigen die erzielten Renditen im Vergleich zu Staatsanleihen in den meisten Fällen nicht mehr das entsprechende Ausfallrisiko und die häufig mangelhafte Handelbarkeit. In vielen Fällen wurden diese Risiko-Anleihen gekauft, weil die Anleger sich nicht in der Lage sahen, eine Entscheidung für Aktien treffen zu können. Wer aber in der Lage ist, Aktieninvestments zu halten, kommt bei nüchterner Überlegung nicht um das entsprechende Gegengewicht herum.

Die W-ER-T-volle Diversifikation zu Aktien

Eines der wichtigsten Argumente ist tatsächlich dieser andere, häufig nicht hoch genug geschätzte Wert der Schuldverschreibungen des besten weltweit verfügbaren Schuldners: Es gibt keine andere Anlageklasse, die eine derart sinnvolle und berechenbare Risikostreuung zu Aktieninvestments bildet. Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, dass dann, wenn es darauf ankommt, die Staatsanleihen ihre höchsten Erträge erzielen: Das Ergebnis des WARBURG-EURO RENTEN-TREND-FONDS von + 13,1 % war im vergangen Jahr 2008 ein überaus wertvolles Gegengewicht zu den schwachen Aktienmärkten.

Einfach nur Staatsanleihen sind es natürlich nicht, die im Fall der Fälle den gewünschten Ertrag erzielen. Es müssen Anleihen mit langer Laufzeit sein, denn nur diese erzielen bei sinkenden Zinsen die höchsten Kursgewinne.

Der Mehr-W-ER-T: Risikomanagement durch Laufzeitsteuerung

Und damit kommt das zweite wichtige Argument für den WARBURG-EURO RENTEN-TREND-FONDS zum Tragen. Seit der Fonds aufgelegt wurde, schätzt die Mehrheit der Marktteilnehmer, dass der Zinsertrag zu niedrig ist. Auf dieser vergleichsweise einfachen Prämisse baut dann die Schlussfolgerung auf: Es kann auch keine Kursgewinne geben. Dass dies aber doch geschehen kann, hat das vergangene Jahr eindrucksvoll gezeigt. Nur traut sich eben kaum jemand auf dieser argumentativen Grundlage die hierfür notwendigen langen Laufzeiten zu halten. Und hier kommt die Anlagestrategie des Fonds ins Spiel:

Der Fonds hält kurze Anleihen und verlängert bei sinkenden Zinstrends die Duration (Laufzeit) der Anleihen systematisch nach breit diversifizierten mathematischen Modellen. Die Umsetzung erfolgt diszipliniert und konsequent, so dass im richtigen Moment, der Entstehung eines konstanten Trends, auch das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann.

Mit Licht und Schatten...

Natürlich hat alles im Leben Konsequenzen. Trendfolger werden z.B. in trendlosen Seitwärtsbewegungen vom Markt geplagt. Aber für jeden, der sonst gar nicht in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren würde, weil ihn die Sorge von Inflation und steigenden Zinsen in der Zukunft umtreibt, wird es nicht viele sinnvolle Alternativen geben.

… aber ohne echte Alternative

Denn unsere Erfahrungen zeigen, dass es ohne Systematik und ohne Disziplin nicht so einfach ist, zur richtigen Zeit auch mit der dann richtigen Strategie investiert zu sein. Gerade die Versuche immer das Optimum herausholen zu wollen - also in diesem Fall z.B. nur in Zeiträumen wie dem November und Dezember des Jahres 2008 in Staatsanleihen investiert zu sein - scheint selten und vor allen Dingen nicht zuverlässig aufzugehen. Es führt kaum ein Weg daran vorbei, den WARBURG-EURO RENTEN-TREND-FONDS als Dauerinvestment in das Gesamtportfolio zu integrieren, wenn man ihn dann haben möchte, wenn es darauf ankommt.

Es fällt zudem nicht schwer, sich das entsprechende Szenario, das solche Kursgewinne herbeiführen kann, vorzustellen. Es könnten z.B. die wahr gewordenen Ängste der Aktienanleger sein.

„Rein in Staatsanleihen!“

Gerade weil in der Seitwärtsbewegung seit Jahresanfang nichts verpasst wurde - und sinnvolle Alternativanlagen nach dem Abflauen der Sonderkonjunktur mit hohen Kupons für vergleichsweise schlechte Schuldner kaum noch gegeben sind - bietet sich aktuell eine interessante Möglichkeit zum Aufbau dieses Dauerinvestments.

Wir freuen uns über jeden Austausch und jede Diskussion zu dieser Thematik. Bitte sprechen Sie uns an.