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20.05.2010 PRESSEMITTEILUNG

Seit dem 18.05.2010 liegt ein realer Wertentwicklungszeitraum von fünf Jahren vor und damit die Gelegenheit, eine interessante Fondsstrategie im Rückblick zu bewerten.

Wenn man diesen Fonds verstehen will, muss man die Grundüberlegungen kennen, die bei seiner Entwicklung als Prämissen im Raum standen. Einfacher ist es, wenn wir zunächst beschreiben, was wir nicht vorhatten: Es sollte kein Fonds werden, der nur in Aktien oder nur in Anleihen investiert, auch ein klassischer Mischfonds mit einer maximalen Begrenzung auf der Aktienseite war nicht angedacht.

Es sollte statt dessen ein Fonds sein, der je nach Marktverfassung ausschließlich in Aktien oder in Anleihen investiert und nur in den Übergangsphasen Positionen in beiden Anlageklassen hält. Zudem kann die Investitionsquote in Aktien oder Anleihen über 100 % hinaus erhöht werden.

Das Entscheidungskriterium für die Dotierung von Aktien oder Anleihen ist die jeweils stärkere Wertentwicklung im Vergleich zur anderen Anlageklasse. Die Stellschrauben, nach denen die Investitionen erfolgen, sind weit, so dass Trends nicht von kurzen Gegenbewegungen ausgestoppt werden können.

Es war daher von vornherein damit zu rechnen, dass der Fonds eine volatile Preisentwicklung haben würde und damit keinesfalls als ein Basisinvestment zu verstehen war. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass laufende Trends nicht unterbrochen werden.

Der WARBURG-TREND ALLOCATION PLUS-FONDS wurde als eine Beimischung in einem Gesamtportfolio entwickelt, sein Einsatzbereich ist die Nahtstelle zwischen den Anlageklassen.

Einerseits kann er damit wie Ebbe und Flut im Wattenmeer eine flexible Übergangszone zwischen Aktien und Anleihen abdecken und auf diese Weise flexibel die sich jeweils bietenden Marktchancen bei Aktien und Anleihen nutzen.

Andererseits kann er mit klassischen oder abgesicherten Aktieninvestments kombiniert werden und damit zu einer spürbaren Risikosenkung bei Aktieninvestments in einem Abwärtstrend – z.B. im Jahr 2008 – beitragen.

Neben diesen konzeptionellen Überlegungen wird der Fonds in der Praxis gerade wegen seiner vergleichsweise hohen Volatilität als geeignete Investmentstrategie für den langfristigen Vermögensaufbau angesehen. Wir haben uns sagen lassen, dass über den „Cost-Average-Effekt“ bei regelmäßigen Sparbeiträgen ein im höchsten Maße positiver Zusatznutzen entsteht.

Die Jahre 2008 und 2009 sind aufgrund ihrer schwierigen Marktverfassung ein gutes Umfeld um zu beurteilen, wie der Fonds arbeitet. Nachdem der Fonds zunächst aus dem Risiko der Aktienmärkte herausgenommen worden war und in Anleihen investiert den Marktturbulenzen fern blieb, reichte eine Gegenbewegung im Frühjahr 2008 dann so weit, dass der Fonds vollständig in Aktien investiert war. Weil anschließend Aktien- und Anleihenkurse gleichzeitig fielen – ein in extremen Abwärtsbewegungen seltenes, aber nicht unmögliches Szenario – konnte sich die Alternative Anleihen nicht mit einer relativen Stärke zu den Aktien positionieren und die Investments auf sich ziehen. Der Rückgang sieht zwar auf den ersten Blick spektakulär aus, doch wenn man sich die Gesamtzahlen für 2008 ansieht, dann kann sich der Fonds nicht nur bei reinen Aktienfonds, sondern auch bei Mischfonds sehr gut sehen lassen.

Natürlich ist die Frage - was wäre gewesen, wenn es dieses eine Kaufsignal für Aktien im Frühjahr 2008 nicht gegeben hätte? - hypothetisch, aber sie ist dennoch interessant, denn sie eröffnet den Horizont auf das Erfolgsdenken von Investoren und ihre Investmententscheidungen. Natürlich ist es Zufall, dass genau diese Bewegung ausgelöst wurde, und wäre sie nicht ausgelöst worden, dann hätte der Fonds wie eine der besten Lösungen seit Erfindung der Investmentfonds ausgesehen. Wie einige andere Fonds, die in diesem Zeitraum kein Kaufsignal erhielten, hätte er spätestens nach dem Anstieg in 2008 mit + 26,25 % vergleichsweise viel Geld angelockt, doch so funktioniert Börse auf Dauer nicht. Dieser Fonds ist - ebenso wenig wie andere vergleichbare Fonds - auf Dauer kein universeller Heilsbringer für alle Anlageszenarien, sondern in erster Linie ein sinnvoller portfoliostrategischer Baustein für erfahrene Investoren.

Aktuell, nach dem zweiten Kursrückgang der Aktienmärkte um etwa 10 % im Zeitraum von nur vier Monaten, ist der Fonds im Frühjahr 2010 vollständig und sicherheitsorientiert in Anleihen investiert.

Wir freuen uns über jeden Austausch und jede Diskussion zu dieser Thematik. Bitte sprechen Sie uns an.